Ein Tag für mich – Online Besinnungstag am 15.01.22

Ein Tag für mich:

Online-Besinnungstag zum Jahresbeginn

Samstag, den 15. Januar 2022
09:30 bis 16:30 Uhr
per ZOOM

Liebe Frauenbundfrauen,
es ist ganz einfach, aber auch ganz herausfordernd:

  • Ich halte mir einen Tag frei von Terminen und Verpflichtungen.
  • Ich gestalte meinen Arbeitsplatz so, dass ich entspannt am PC sitzen kann, aber auch Platz für eine Tasse Tee und eine Kerze finde.
  • Ich richte mich darauf ein, auch eine Zeit in der Natur zu verbringen, und bin auf Wind und Wetter eingestellt.
  • Ich halte mein Handy mit Kamera bereit.
  • Ich lasse mich auf ein Format ein, das online stattfindet und mir Raum gibt für spirituelle Impulse und eine ungewöhnliche Form der Gemeinschaft.
  • Ich kann mich gerne mit einer Freundin als Weggefährtin zusammentun.

Sind Sie neugierig geworden? Dann melden Sie sich bis zum 11. Januar 2022 über das Diözesanbüro in Mainz an.

Ich freue mich auf diese neue Form der Begegnung und grüße Sie herzlich!

Christina Feifer, Geistliche Beirätin

 

Die Anmeldung erfolgt per Email an das Büro des KDFB (info@kdfb-mainz.de). Bitte Name, Adresse und Handynummer angeben. Betreff: Tag für mich.

Die Veranstaltung erfolgt über Zoom, der Link wird ihnen dann zugeschickt. Anfang des Jahres werden sie Post mit Impulsmaterial erhalten.

Ihr Interesse ist geweckt, aber der Termin ist ungünstig? Sprechen Sie mich per Mail an.

Hier die Einladung als PDF zum Download: Einladung_Online_Besinnungstag_15-01-22

 

Lesung und Gespräch Erzählen als Widerstand mit Dr. Regina Heyder

Fotos: Kerstin Vogl, Christina Feifer

Im Zeitraum von „Orange in the World- eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen“, der am 25. November 2021 mit dem „internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ begann und am 10. Dezember mit dem „Internationalen Menschenrechtstag“ endete, hat auch der KDFB Diözesanverband Mainz diese Problematik aufgegriffen. Am 29. November 2021 kamen Frauen und Männer unter Corona-Bedingungen ins Pfarr- und Jugendheim der Marienkirche in Viernheim zur Lesung und ins Gespräch zum Buch „Erzählen als Widerstand“. Es beinhaltet 23 Berichte über spirituellen und sexuellen Missbrauch an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche, die viel zu lange verschwiegen wurden. Frauen sprechen von verbalen und körperlichen Übergriffen, Machtmissbrauch, der manipulativen Instrumentalisierung von Theologie und Spiritualität, von sexuellen Übergriffen bis hin zu Vergewaltigungen. Referentin des Abends war Dr. Regina Heyder, Theologin und Kirchenhistorikerin, Dozentin des Theologisch-Pastoralen Instituts in Mainz. Sie ist seit 2014 ehrenamtliche Vorsitzende der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) e.V. und Mitautorin des Buches. Sie erläuterte den Teilnehmer*innen Vorgeschichte und Werdegang der Buchentstehung und zeigte anhand von drei Beispielen die unterschiedlichen Formen des Machtmissbrauchs auf. Dieser ereignet sich immer dort, wo Not, Zwangslagen oder die Sehnsucht am größten ist, wie z. B. in schwierigen Lebenssituationen oder beim Wunsch nach Erfolg oder einem vertieften geistlichen Leben. Täter gebärden sich als Heilsbringer und überschreiten Grenzen der sexuellen und spirituellen Selbstbestimmung. In diesen Situationen sind Menschen besonders verletzlich.

Fazit des Abends: Augen auf, Grenzüberschreitungen erkennen, Hilfe anbieten und im Verband und der Kirche machtsensibel agieren.

Hiltrud Lennert

Lutherausstellung in Worms

Foto: DV Mainz

„Hier stehe ich. Gewissen und Protest 1521-2021“. Unter diesem Motto findet seit dem 03. Juli 2021 die Lutherausstellung im Museum Andreasstift der Stadt Worms statt. Die Ausstellung zeigt über die Jahrhunderte hinweg Menschen, die für ihr Gewissen eintraten und deshalb nicht selten verurteilt, verfolgt oder gar mit dem Tod bestraft wurden.

Am 11. Dezember trafen sich die Frauen, die aus Heppenheim, Viernheim und Worms gekommen waren, auf dem Weckerlingplatz in Worms und wurden direkt herzlich willkommen geheißen. Das Museum befindet sich im ehemaligen Andreasstift, einer spätromanischen Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert. Nach 2-G-Einlasskontrollen und mit medizinischen Masken konnte die Führung beginnen. Im Mittelpunkt der ersten Station steht Martin Luther, der im April 1521 vor den Wormser Reichstag und Kaiser Karl V. trat und seine 95 Thesen verteidigte: Gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche und für den Glauben an einen liebenden Gott, woraufhin er vom Kaiser für „vogelfrei“ erklärt wurde. Die Theologin Anne Hutchinson (1591-1643) zog nach dem Gottesdienst Frauen bei Seite, um mit ihnen über Glaubensinhalte zu sprechen und diskutierte mit den Priestern die Bibelstellen, auf denen ihre Predigten fundierten. Die Schriftstellerin Olympe de Gouges (1748-1793) fragte in ihren Schriften „Wo bleibt die Schwesterlichkeit in der französischen Verfassung?“ und endete an der Guillotine. Sophie Scholl (1921-1943) verlor ihr Leben durch die Flugblattaktionen der Weißen Rose, in denen die Verbrechen der Nationalsozialisten benannt und an die Menschlichkeit appelliert wurde. Die Führung endete mit einem Blick auf Gegenwart und Zukunft. Das Ausstellungsstück im letzten Raum, Wolle des Klonschafs Dolly, verweist auf die Fortschritte der Wissenschaft, die uns heute vor neue Fragen stellt. Auch wir müssen uns Gewissensfragen stellen. Und die Zukunft wird noch viele weitere bringen.

Miriam Steyer

Impfen ist Nächstenliebe

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) appelliert an alle Mitglieder, Impfangebote zur Überwindung der CoronaPandemie in Deutschland anzunehmen und sich damit zu einer gesellschaftlichen Solidarität zu bekennen.

Wir sind besorgt angesichts der aktuellen CoronaSituation, der bundesweit steigenden Inzidenzwerte und der zunehmend dramatischen Lage auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Die Pandemie bringt das gewohnte Leben aus dem Takt, ruft Verunsicherung und Ängste hervor angesichts der hohen Zahl erkrankter und verstorbener Menschen. Die Zahl der infizierten Menschen, die nicht geimpft sind auch der Kinder und Jugendlichen wächst täglich rasant. Auch wenn die meisten von ihnen den CoronaInfekt gut überstehen, bleibt das Risiko gesundheitlicher Langzeitfolgen.
Außerdem droht zum wiederholten Mal die Schließung von Schulen und Universitäten, Freizeiteinrichtungen und anderen Orten der Begegnung. Betroffen ist auch der Arbeitsmarkt. Wirtschaftliche Folgen wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Lieferengpässe oder eingeschränkte Ladenöffnungszeiten werden die Gesellschaft erneut herausfordern. Besonders viele kleine Unternehmen sind dabei in ihrer Existenz gefährdet. Und auch ein Staat, der so wohlhabend ist wie der unsere, gerät an die Grenzen seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.


Corona ruft zum Handeln auf. Viele Bürger*innen sind bereits vorsichtiger im Umgang mit anderen, reduzieren Kontakte, testen sich regelmäßig und häufiger. Die Pandemie erledigt sich nicht durch Warten oder Verweigern. Sie ist keine Erkältung, die nach einer Weile wieder verschwindet. Das Gegenteil ist der Fall: Corona breitet sich aus, gefährdet die Gesundheit aller Generationen, schränkt das Miteinander im persönlichen und beruflichen Umfeld ein. Trotz dieser bedrohlichen Situation gibt es eine Minderheit von Menschen, die den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission nicht traut, die Vorsichtsmaßnahmen für übertrieben und nicht notwendig erachtet und eine Impfung ablehnt. Der Eindruck verfestigt sich, dass sie ihre persönliche
Meinung, Freiheit und Verhaltensweisen für wichtiger halten, als die Solidarität mit den Menschen, die besonders verletzlich sind, wie kleine Kinder, Pflegebedürftige und Patient*innen mit einer Immunschwäche z.B. während einer Krebsbehandlung oder nach einer Organtransplantation.


Als KDFB stellen wir fest: In unserem Verband hat Solidarität einen hohen Stellenwert. Sie bedeutet, Verantwortung für andere zu übernehmen, auch wenn dies im Fall der Impfung persönliche Überwindung kostet. Eine tragfähige Solidargemeinschaft braucht die Bereitschaft für ein uneingeschränktes Ja zur gemeinsamen Bewältigung einer Krise. Sie muss auch bereit sein, für einen gewissen Zeitraum
eigene Interessen zurückzustellen und Gewohnheiten zu durchbrechen. Solidarität ist in unserem Verständnis eng verknüpft mit Nächstenliebe, Achtung und Wertschätzung, sowie einem sorgsamen Umgang miteinander, in dem wir füreinander Verantwortung übernehmen.

Deshalb bekräftigt der KDFB den Impfaufruf von Papst Franziskus und den deutschen Bischöfen. Wir bitten Sie: Lassen Sie sich impfen! Seien Sie Vorbild und stärken Sie den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Der Schutz des eigenen Lebens und das Ihrer Angehörigen, Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen und all jener, denen Sie täglich begegnen, muss in dieser schwierigen Zeit Priorität haben. Bekämpfen wir die CoronaPandemie gemeinsam, damit wir in absehbarer Zeit gewohnte Freiheiten und das Leben wieder neu genießen können.



Beschluss des KDFBBundesvorstands, 27.11.2021
 

Familienfreizeit Sylt 2021

Zwischen der offenen Nordsee und dem Wattenmeer, eingebettet in die ursprüngliche Dünenlandschaft, verbrachten die Teilnehmer*innen im Alter von 5- 86 Jahren der Familienfreizeit des KDFB Diözesanverbands, in Zusammenarbeit mit der EWS des Bistums Mainz wunderschöne Tage auf Sylt.

Für acht Tage in den Herbstferien war Haus 9 des Jugendseeheims des Kreises Kassel das Domizil. Das Gelände von 23 ha bietet vielfältige Möglichkeiten für unvergessliche Ferien. Sylt hat immer Saison! Wir erlebten die Insel – unter Leitung von Inge Langer und Hiltrud Lennert- in Form von Strandspaziergängen, beim Suchen von Muscheln, Drachen steigen, Wattwanderung, Kutterfahrt, Besuch des Erlebniszentrums Naturgewalten und auch die gemeinsame Inselrundfahrt war besonders schön!

Zur Einstimmung des Tages gab es jeweils einen Impuls, der mal zum Nachdenken oder auch zum Amüsieren anregte. Ein besonderer Höhepunkt war der von den Kindern, 19 an der Zahl, in alleiniger Regie gestaltete Abschlussabend.

Die Begeisterung aller war so groß, dass schon die ersten Anfragen für die nächste Familienfreizeit kamen. Diese findet vom 22.-29.10.22 statt. Das Reiseziel ist der „Venedigerhof“ in Österreich.

Hiltrud Lennert

Bild: Diözesanverband Mainz

! Frauen für den Diözesanvorstand gesucht !

Bei der nächsten Delegiertenversammlung am 23.04.2022 wird ein neuer Vorstand gewählt. Der jetzige Vorstand bittet inständig darum, Kandidatinnen vorzuschlagen: Wenn Sie eine Frau kennen, die Sie sich im Vorstand vorstellen können, nennen Sie uns ans Büro in Mainz bitte den Namen, damit wir die Frau direkt ansprechen können! Die Frau muss nicht schon im Vorstand eines Zweigvereins sein.

Wenn Sie selbst Interesse haben, freuen wir uns umso mehr, sprechen Sie uns gerne an! Für alle Interessentinnen wird zudem ein Treffen angeboten, bei dem der jetzige Vorstand über seine Arbeit informiert.

Weitere Infos dazu folgen in der nächsten Ausgabe der engagiert.

Bild: Diözesanverband Mainz