Pilgern für einen Tag

Samstag, 11. September 2021
10.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

Treffpunkt:
Pfarrzentrum Worms-Abenheim, An der Kirche 2, 67550 Worms

Unser Pilgerweg führt uns (ca. 16 km) durch das abwechslungsreiche schöne Rheinhessen.
In einem Weingut machen wir gegen 13.00 Uhr Rast. Dort erwartet uns ein typisch rheinhessisches Essen: Grummbeersupp, Zwiwwelkuche, auf Wunsch auch vegetarisch, oder Werschtscher. Gestärkt geht es weiter zum Ziel.
Dort endet unser Pilgerweg bei Kaffee und Kuchen.

Bitte feste Schuhe, Rucksack mit Getränk und kleinem Snack mitbringen.

Anmeldung bis 5.9. bei  MariaKaltenthaler:
Tel.06242/3015 oder info@frauenbund-abenheim.de

Da wir das Essen vorbestellen müssen bitten wir um Mitteilung, wer vegetarisch oder eine Wurst möchte!

Wir freuen uns auf unseren gemeinsamen Pilgertag.

Zweigverein Worms-Abenheim

„Frauen“ handeln hier und jetzt

Unter diesem Motto fand am Samstag, 19. Juni 2021 die erste Frauenversammlung in digitaler Form im Bistum Mainz statt. Mehr als 200 Frauen hatten sich versammelt, um über ihre Situation, ihre Sichtweisen und Anliegen in Bezug auf „Frauen und Kirche“ im Bistum Mainz zu sprechen.

Nach einem kurzen Willkommen und einigen Grußworten, auch von unserem Bischof Peter Kohlgraf, stimmte der kurze Erklärfilm „Frauenkommission“ auf die Sitzung ein.

In zwei Gesprächsrunden zu den Themen:

Leitung, Sprache, Strukturelle Ungerechtigkeit, Verkündigung, Sichtbarkeit, Frauenleben und sexualisierte Gewalt.

gab es einen regen Austausch zwischen den Frauen, der viel zu schnell zu Ende ging.

Auf diesem Weg war es auch möglich, zumindest einen Teil der Frauen kennenzulernen.

Pünktlich begann im Anschluss daran die Wahlversammlung und in einem Speed-Dating stellten sich die Kandidatinnen noch einmal kurz vor. Alle Teilnehmerinnen der Frauenversammlung hatten vor der Versammlung schon eine Broschüre mit einer Kurzvorstellung jeder Kandidatin erhalten.

Begleitet von der Band „Earth Angels“ fand, digital, die Wahl statt. Von den 33 Bewerberinnen wurden die nachstehenden 12 Frauen mit den meisten Stimmen in die Frauenkommission gewählt. Alle Gewählten nahmen die Wahl an.  

  • Laura Hölz (26, Mainz-Laubenheim)
  • Helena Arnold (21, Darmstadt)
  • Ina May (35, Darmstadt)
  • Renate Flath (60, Heppenheim/Bergstraße)
  • Antonia Maria Papenfuhs (21, Obertshausen)
  • Andrea Keber (57, Nieder-Olm)
  • Kerstin Pulm (49, Mainz-Hechtsheim)
  • Nicola Inés Diefenbach (33, Eppertshausen)
  • Ursula Büsch (59, Ingelheim-Heidesheim) M
  • Anne-Kathrin Lamke (44, Mainz)
  • Carina Ohler (41, Mainz)
  • Schwester Marija Hope Nuculaj (33, Breuberg im Odenwald)

 

Wir freuen uns, dass auch KDFB Frau Ursula Büsch aus Ingelheim-Heidesheim in die Kommission gewählt wurde.

Wir glauben, dass mit diesen zwölf Frauen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen ein vielschichtiges Spektrum an Meinungen vertreten ist und es zu spannendem Austausch und konstruktivem Arbeiten führen kann.

Ein großes Lob gilt auch dem Vorbereitungsteam Barbara Wolf (Geschäftsführerin der Frauenkommission), Martina Hauzeneder, Gisela Franzen und Verena Storch. Eine digitale Versammlung mit mehr als 200 Frauen zu organisieren und durchzuführen ist eine gewaltige Herausforderung, die das Team bravourös gemeistert hat.

Einen lieben Dank auch Frau Dr. Karin Brockmöller vom Katholischen Bibelwerk e.V., die wundervoll durch die Frauenversammlung geführt hat.

Wir wünschen der Frauenkommission einen guten Anfang, ein fruchtbares Miteinander, ergebnisorientiertes Arbeiten und natürlich Gottes allgegenwärtigen Segen und hoffen, dass die Kommission bei den Beratungen zu den vielen anstehenden Veränderungen im Bistum der Sicht der Frauen ein größeres Gewicht geben und uns Frauen in kirchlichen, persönlichen und gesellschaftlichen Belangen zu neuen Wegen im Bistum Mainz führen kann.

Kerstin Vogl, Juni 2021

Frauen unterwegs…

Bei den KDFB Frauen des Diözesanverbands Mainz steht Pilgern schon seit mehreren Jahren im Programm.

 2017 – Das Lutherjahr, eine Idee und ein neuer Weg waren geboren.

Martin Luther, der spätere Reformator wurde am 10.11.1483 als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Ihm wurde eine umfassende Schulbildung zuteil und er studierte an der Uni Erfurt die freien Künste. Während eines Gewitters gelobte er Mönch zu werden und trat in das Kloster der Augustiner Eremiten in Erfurt ein. Sieben Jahre, ein Theologiestudium und eine Romreise, später promovierte der Mönch in Theologie. Im Verlauf seiner Tätigkeit als Professor an der Uni Wittenberg entwickelte er allmählich das Prinzip „von der Gerechtigkeit Gottes allein aus Gnade.“ Im Oktober 1517 verfasste er 95 Thesen, die auf kirchliche Missstände Bezug nahmen.
Auf Betreiben des Mainzer Erzbischofs wurde von päpstlicher Seite ein Verfahren gegen Luther ausgesprochen. Da dieser jedoch nicht von seinen Thesen abweichen wolle, folgte 1521 die Exkommunikation und Reichsacht.

1525 bat Luther den sächsischen Kurfürsten darum, eine Kirchenvisitation anzuordnen. Dieses Konzept wurde in ev. Gebieten bald zur Regel und begründete die Entwicklung zu konfessionellen Landeskirchen. Die kath. Reichstände wollten 1529 auf dem Reichstag zu Speyer die Aufhebung der teilweisen Duldung der ev. Stände durchsetzen. Diese wehrten sich dagegen und legten eine Protestschrift vor. Seitdem nennt man die ev. Christen Protestanten.

Rückblick: „das wichtigste Stück des Reisegepäcks, ist ein fröhlich Herz“

2017 Eisenach – Höhnebach

Eine Übernachtung in der Jugendherberge, die mit unseren Schulerfahrungen nichts mehr zu tun hatte. Wanderung zur Wartburg auf Irrwegen und steil bergauf mit Besichtigung der Ausstellung „Luther“ in der Burg. Zur Belohnung geb es ein leckeres Eis. 3 Tage unterwegs. Am letzten Tag Abschluss im neu eröffneten „Wohnzimmer Cafe“ mit Sammeltassen selbst gebackenem Kuchen und Musikbox sowie der Besichtigung der schönen Gartenanlage der Dame des Hauses. Diese ließ es sich auch nicht nehmen uns, ihre ersten Gäste, vom Bahnhof aus noch zuzuwinken.

2018 Bad Hersfeld – Alsfeld

Eine Stadtführung und ein Museumsbesuch im „Wortreich“, wo es viel zu erkunden und entdecken gab. Außerdem eine noble Herberge. Zum Ausklang des ersten Tages ging es zu den Festspielen. Aufgeführt wurde das Musical „Titanic“ in der Freilichtbühne der Burgruine.
Gabi Hemer ließ es sich nicht nehmen, nach der Abschlussfeier ihres Sohnes noch zu uns zu stoßen.

2019 Alsfeld – Lich

Hitzebedingter Schweigemarsch, kein Schatten in Sicht, gefühlte kilometerlange Strecke in sengender Hitze. Wir lernen infizierte Insektenstiche mit Bananenschale zu therapieren.

Im bestellten 3 Bettzimmer fehlt trotz intensiver Suche das dritte Bett.

2020 Lich – über Friedberg nach Bad Vilbel

Pandemiebedingte Pause

2021 Osthofen – Worms

Wir sind am19.06.2021 mit 15 Pilgerinnen rechtzeitig zur 500 Jahr Feier am Ende des Lutherweges in Worms angekommen. Bei gefühlten 35 Grad haben einige für die letzten km den Bus genutzt, bevor es nach einem erfrischenden Eis gemeinsam in die Magnus Kirche in Worms ging. Nach einer kurzen Information des Kirchenführers durften wir noch den Klängen der Orgel in Kombination mit einer kleinen Holzorgel lauschen, bevor wir den Tag mit einer Wortgottesfeier abschlossen.

Die wunderschönen Erlebnisse haben uns inspiriert 2022 eine neue Thementour anzustreben.

Pilgern als Begegnung mit dem Fremden

Die Pandemie fordert uns heraus, weckt aber auch unser kreatives Potential.

Was tun wenn die Sehnsucht nach spirituellen Impulsen und Begegnung groß sind, die Inzidenz aber zu hoch, um sich mit allen zu treffen?

Man lässt die Veranstaltung mehrmals stattfinden!

So geschah es im Mai in Bensheim 30 Frauen trafen sich in drei Gruppen zu einem Pilgertag auf dem Bensheimer Franziskusweg.

Ausgestattet mit Impulsfragen und einem Pilgerheft machten sich die Frauen in Zweiergruppen auf den Weg, das franziskanische Tau als Wegweiser nutzend. Die wundervoll gestalteten Stationen zum Sonnengesang luden nicht nur dazu ein, die Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen, sondern achtsam einen Blick „dahinter“ zu wagen: Das „Du“ Gottes kommt uns auf unserem Lebensweg entgegen. Auch bedeutet pilgern, sich dem Fremden und unbekannten zu stellen und dem entgegenzugehen, was belastet und ängstigt. Die Vielfalt der Lebenspfade lässt uns nicht immer eine Wahl. Der Weg zu Frieden und Versöhnung kein leichter Gang und Tod und Loslassen ist ein Teil meines Lebens, die ich wie Franziskus als Bruder begrüßen darf.

Alle drei Veranstaltungen waren geprägt von intensiven und persönlichen Gesprächen und fanden zu den Klängen des Sonnengesangs ihren Abschluss am Tor des Schönberger Friedhofs.

Mit einem kleinen Tau und dem franziskanischen Segen entließen Hildegard Sickinger ( Referentin) und Christina Feifer ( geistliche Beirätin) die Teilnehmerinnen zurück in ihren Alltag. Rückblickend war es eine gelungene Veranstaltung, die auf Wunsch der Teilnehmerinnen bestimmt einmal wieder in diesem Format stattfinden wird.