KDFB wählt neuen Bundesvorstand

Die Bundesdelegiertenversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) wählte am 20.10.2019 einen neuen Bundesvorstand für die nächsten vier Jahre.

Einstimmig wählte die KDFB-Bundesdelegiertenversammlung Maria Flachsbarth ein drittes Mal zur Präsidentin des Frauenbundes. „Ich freue mich über diesen enormen Vertrauensbeweis und bin dafür sehr dankbar. Er bestärkt und ermutigt mich, weiterhin deutliche Akzente für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche zu setzen. Die Stärkung der Demokratie und die Bedeutung von Frauen in der Kirche stehen ebenfalls oben auf der Agenda des KDFB. Gemeinsam können wir inner- und außerhalb des Verbandes viel bewegen“, erklärte Flachsbarth nach der Wahl. Seit 2011 übt sie dieses Ehrenamt aus.

Neben der Präsidentin wurden die bisherigen Vizepräsidentinnen Birgit Mock, Rose Schmidt und Sabine Slawik in den Bundesvorstand wiedergewählt. Neu dabei sind Monika Arzberger und Ulrike Stowasser. Sie folgen auf Christine Boehl und Marianne Bäumler, die als Vizepräsidentinnen nicht mehr zur Verfügung standen. Dorothee Sandherr-Klemp wird auch weiterhin als Geistliche Beirätin tätig sein. Die Vorsitzende des Landesverbandes Bayern, Emilia Müller, ist qua Amt Vizepräsidentin im KDFB Bundesvorstand.

Wir waren live dabei!

Inhaltlich befassten sich die etwa hundert Teilnehmerinnen der Versammlung u.a. mit notwendigen Maßnahmen für eine klimagerechte Zukunft, mit Forderungen nach einer Geschlechterparität auf allen politischen Ebenen und mit dem synodalen Weg als Chance für die Kirche. Zuvor hatten sich die bundesweit tätigen Gremienvertreterinnen und KDFB-Einzelmitglieder in einer Studientagung mit der digitalen Transformation im Bereich von Arbeits- und Lebenswelt auseinandergesetzt.

Köln, 20.10.2019
Ute Hücker, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Käse hat viele leckere Seiten

Zu diesem interessanten Thema hatte der KDFB Zweigverein Abenheim am 16. Oktober 2019 zu einer Informationsveranstaltung der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz e.V. (Milag) ins Gemeindehaus eingeladen.

Die Referentin, Frau Yvonne Riede, führte die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen kurzweilig und routiniert durch das Programm.

Die theoretischen Abschnitte beinhalteten eine kleine allgemeine Käsekunde, bei der auch kurz und präzise auf die Herstellung und die Inhaltsstoffe eingegangen wurde. Ergänzend dazu wurde auch ein kleiner Film über die industrielle Käseproduktion gezeigt.

Die zahlreichen Fragen der Besucherinnen waren willkommen und Frau Riede erklärte anhand einer Power Point Präsentation sehr verständlich die Unterschiede zwischen Hart-Schnitt und Weichkäse.

Sie verdeutlichte die Differenz zwischen Fett in der Trockenmasse und dem absoluten Fettgehalt. Sie referierte sehr anschaulich über Lactose und legte in kurzen Worten dar, warum Milchzucker in manchen Käsesorten nicht vorhanden ist.

Zwischendurch wurden leckere Kostenproben gereicht, die allesamt Anklang bei den Besucherinnen fanden. Die leicht und schnell zu zubereitenden Rezepte konnten mit nach Hause genommen werden. Die neuerworbenen Erkenntnisse werden bestimmt in die zukünftigen Speisepläne einfließen.

Anne Michel

Familienfreizeit führte nach Sylt

Die Familienfreizeit der Diözese Mainz führte uns nun schon zum 2. Mal nach Sylt. 52 Menschen von 2 Jahre bis über 80 Jahre, Familien, Alleinerziehende mit ihren Kindern, Oma und Opa mit Enkeln, Ehepaare; alles war vertreten.

Das Haus Kassel liegt zwischen Meer und Watt und war somit ein toller Ausgangspunkt gerade für Familien mit Kindern das Meer auf allen Seiten näher zu erkunden.

Wir besichtigten die Erlebniswelt „Naturgewalten“, erkundeten durch fachmännische Führung das Watt sahen uns die Insel auf einer Inselrundfahrt und alle hatten auch Zeit für eigene Aktivitäten. Abends konnte man im Speisesaal Kino schauen und sogar ein Rockkonzert wurde uns geboten.

Wir hatten ein tolles, harmonisches Miteinander und viel Spaß in dieser Woche die mit einem tollen Abendprogramm am letzten Tag zu Ende ging.

Pilgern für einen Tag

Die Pilgergruppe an der St. Michaleskapelle in Worms-Abenheim

Zum zweiten Mal lud der Diözesanverband Mainz zu einer Tagespilgertour ein.
In diesem Jahr plante und organisierte der Zweigverein Worms-Abenheim die Tour, welche eine Etappe durch das schöne Weinanbaugebiet Rheinhessen führte.

Treffpunkt der 22 Teilnehmerinnen war am Pfarrzentrum in Abenheim.
Dort wurden die Frauen durch die Zweigvereinsvorsitzende begrüßt und nach einem kurzen Pilgergedicht starteten sie frohgelaunt die Wanderung. Diese führte entlang des Kreuzweges zur St. Michalskapelle auf dem Klausenberg. Dort bot sich ihnen ein herrlicher Ausblick auf Odenwald und Pfälzerwald. Ein kurzer Impuls in der Kapelle stimmte die Frauen auf das Thema der Pilgertour, die vier Elemente der Schöpfung, ein. Weiter ging es entlang des Abenheimer Skulpturenweges, der auf den Rheinterassenweg sowie den Lutherweg mündete. Weinberge soweit das Auge reichte umgaben die Pilgerinnen und die prallen Trauben luden ab und zu zum Naschen ein.

Nach kurzer Rast und einem Impuls setzten die Frauen frohgestimmt, trotz des einsetzenden Nieselregens, die Tour fort. Durch interessante Gespräche, den Austausch untereinander aber auch Zeiten der Stille erschien der Weg sehr kurzweilig. Ein rheinhessischer Winzerhof, im Weindorf Bechtheim, lud zum Mittagessen ein. Ausgeruht und gut gestärkt besuchten die Pilgerinnen die sehenswerte romanische Basilika aus dem 11. Jahrhundert. Nach einem kurzen Impuls  ging der Weg weiter durch die zur Ernte bereiten Weinberge.
Bald erreichte die Gruppe das Ziel der Etappe: Mettenheim. Mit einem irischen Segensgebet und – Lied endete die erlebnisreiche Pilgertour.

Bei Kaffee und Kuchen ließen die Teilnehmerinnen, in einem gemütlichen Weingut, den schönen Tag ausklingen.

Maria Klatenthaler

„Das darf uns nicht auseinanderdividieren!”

„Das darf uns nicht auseinanderdividieren!”. Mit diesem flammenden Appell ging am Freitagabend (6. September) die Veranstaltung der Ökumenischen Erwachsenenbildung Heppenheim und des Katholisch Deutschen Frauenbundes (KDFB) zum Thema Maria 2.0 zu Ende. Als Referentinnen konnten Dr. Jan Turinski, der Leiter des Katholischen Bildungswerks Bergstraße/Odenwald, und Hiltrud Lennert (Diözesanvorsitzende KFDB) Andrea Keber (Nieder-Olm) und Prof. Dr. Dorothea Sattler (Universität Münster) begrüßen, die die Thematik jeweils aus unterschiedlichen, sich jedoch ergänzenden Blickwinkeln betrachteten. Die Frage nach der Rolle der Frau in der Kirche ist, wie Dr. Turinski in seinen einführenden Worten ausführte, kein exklusiv katholische. Auch in den Gliedkirchen der EKD setzte sich die Frauenordination erst seit den späten 1950er Jahren durch, als letzte Gliedkirche stand die evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe erst in den 1990er Jahren Frauen das Ordinationsrecht zu, so der Leiter des Katholischen Bildungswerks. Für den katholischen Bereich verwies Dr. Jan Turinski auf die kirchenrechtlich relevanten Dokumente Inter insignores (1976) und Ordinatio sacerdotalis (1994) die beide der Kirche die Vollmacht absprechen, Frauen weihen zu können. 

Dass diese Schriften die Diskussionen um die Frage nach der Rolle der Frauen in den Strukturen der Kirche jedoch nicht verhindern können, zeigte der persönliche und emotionale Vortrag von Andrea Keber. Die in der Initiative Maria 2.0 aktive Keber schilderte eindrücklich ihre Erlebnisse in ihrer Heimatpfarrei Nieder-Olm. Ausgehend von den Aktionen der Protestbewegung in der Diözese Münster habe man sich auch im Nieder-Olmer Pfarrgemeinderat schnell dazu entschlossen, das Anliegen von Maria 2.0 zu unterstützen. Auch wenn sie, wie sie ausdrücklich betonte, selbst nie nach einem kirchlichen Weiheamt streben würde, stellte sie die provokative Frage, was den verheirateten, aber geweihten Diakon von der sich um die Verkündigung des Evangeliums bemühenden Frau unterscheide und ob die Ausschließung von kirchlichen Weihämtern im 21. Jahrhundert einzig und allein eine Frage des Geschlechts sein dürfe. 

Im Anschluss daran führte Frau Prof. Dr. Sattler aus theologisch-fachwissenschaftlicher Warte in die Thematik ein und setzte sich kritisch mit dem Argument des männlichen “12er-Kreises” sowie der Bezeichnung Maria Magdalenas als “apostala apostolorum” auseinander. Explizit betonte sie, dass der „12er-Kreis“ keineswegs identisch mit dem Kreis der Apostel sei und verwies darauf, dass auch Maria Magdalena als Apostelin bezeichnet wird: „Die Reduzierung der Argumentation auf die Männlichkeit des 12er-Kreises greift deutlich zu kurz und wird auch Mindeststandards des theologisch-wissenschaftlichen Arbeitens nicht gerecht“. In der Bibel, so die Theologin, gebe es keine Stellen, die Frauen ausdrücklich vom Verkündigungsdienst ausschließen. Explizit betonte sie aber, dass bei der Forderung nach der Zulassung von Frauen zu Weiheämtern zwischen Diakonat, Presbyteriat und Episkopat unterschieden werden müsse, denn gerade die Geschichte zeige, dass die Diakonatsweihe von Frauen – im Gegensatz zur Priester- und Bischofsweihe – der katholischen Kirche keineswegs fremd sei: „Im ersten nachchristlichen Jahrtausend hat es durchaus Frauen gegeben, die mit einer liturgischen Sendung zum diakonalen Dienst berufen wurden“. Begründet lag dies, so die Münsteraner Theologieprofessorin, in der Tatsache, dass vielerorts Taufen als Ganzkörpertaufen durchgeführt wurden und dass Frauen in diesem Zusammenhang von Frauen getauft wurden. Grundsätzlich stellte sie auch die Frage in den Raum, wie man den erkennen könne, was Gott von seiner Kirche möchte und ob hierzu auch nicht die „Zeichen der Zeit“ berücksichtigt werden müssen. Denn letztlich sei das oberste Ziel die glaubwürdige und authentische Verkündigung des österlichen Evangeliums – und dies gelte, so Prof. Dr. Sattler, für alle Gläubigen. 

Am Ende einer langen und gut besuchten Veranstaltung blieb das von beiden Referentinnen dezidiert vorgetragene Fazit, dass es eine sachliche und zielführende Diskussion über Maria 2.0 und deren Anliegen braucht, die die Kirche keinesfalls spalten darf und eine positive Antwort auf die Frage, ob Frauen geweiht werden können auch der Ökumene enormen Auftrieb verliehen könne. 

Jan Turinski, 19.09.2019

Vortrag zu Maria 2.0

Dem KDFB Diözesanverband Mainz mit der Diözesanvorsitzenden Hiltrud Lennert ist es in Zusammenarbeit mit dem Leiter des Katholischen Bildungswerks Bergstraße/Odenwald Jan Turinski gelungen zwei hoch interessante Referentinnen zu dem aktuellen Thema zu gewinnen.

Frau Prof. Dr. Dorothea Sattler, Theologin und Andrea Keber, Aktivistin werden je ein Statement aus ihrer Sicht abgeben.

Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur Diskussion.